Russische Landschildkröte

Aussehen

Die Vierzehenschildkröte -auch russische Landschildkröte genannt – gehört zur Gattung der Testudo, besitzt allerdings einen deutlich flacheren Rückenpanzer als seine Gattungsgenossen. Der Panzer ist kreisrund bis oval und hat eine gelbliche Färbung, die teilweise über olivgrün bis braun variieren kann. Die russische Landschildkröte besitzt eine Körperlänge zwischen 15 cm und 25 cm und wiegt zwischen 0,5kg und 2kg, was abhängig vom Geschlecht des Tieres ist. Weibliche Tiere werden allgemein stets größer als ihre männlichen Artgenossen. Der kräftige Schwanz der Vierzehenschildkröte wird abgeschlossen von einem Hornnagel.

Herkunft und Lebensweise

Die russische Landschildkröte stammt – wie ihr Name schon mitteilt – aus der Gegend der russischen Grenzländer, primär beispielsweise Kasachstan, Usbekistan, aber auch in Artenvariation in der Gegend um Afghanistan, Iran, bis in westliche Teile Chinas. Aufgrund der Strukturbeschaffenheit des Lebensraumes wird die russische Landschildkröte auch als Steppenschildkröte bezeichnet. Durch die Anpassung an die gegebene Umgebung, besitzt die russische Landschildkröte kräftige Krallen an den Vorderbeinen, die sie dazu verwendet, um sich Erdgänge zu graben, in denen die Schildkröte Schutz vor Temperaturen, sowie Fressfeinden findet. Die Vierzehenschildkröte hält wie alle wechselwarmen Tiere Winterruhe und zieht sich auch dabei in ihre bis zu zwei Meter langen Erdgänge zurück. Eine Besonderheit der russischen Landschildkröte ist, dass sie auch eine Art Sommerruhe hält, sofern die Nahrungsbestände aufgrund zu großer Trockenheit unzureichend sind.

Fortpflanzung

Bei Sichtung eines weiblichen Tieres umwirbt das Männchen dieses, indem es den Hals reckt und die weibliche Schildkröte umrundet. Wird er angenommen, erfolgt der Paarungsakt, bei dem die männliche Landschildkröte beide Kloaken zusammenpresst und dabei beinah senkrecht hinter dem weiblichen Tier steht. Zwei bis vier Wochen nach der Paarung legt die russische Landschildkröte zwischen 2-9 Eier ab, die nach etwa 60 bis 100 Tagen ausgebrütet sind.

Haltung

Die russische Landschildkröte untersteht dem Washingtoner Artenschutzabkommen und dementsprechend streng sind die Haltungsrichlinien. Diese Schildkrötenart benötigt trockenere Umgebungen als andere Testudo-Arten und ein beheizbares Terrarium ist unbedingt nötig. Eine Winterruhe sollte den Tieren unbedingt ermöglicht werden, die Bedingungen hierfür sind 2-4°C Umgebungstemperatur, sowie Umgebungsfeuchtigkeit um 70%, bei höherer Feuchtigkeit kann es sonst zur Zerstörung des Panzergewebes führen. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Tiere nicht überfüttert werden, da diese – bedingt durch karges Futtervorkommen in ihrer natürlichen Umgebung – schnell fettleibig werden können, was zu Krankheiten bis zum Tode führen kann.